Der spanische Staat hat bis einschließlich November einen historisch hohen Betrag an Steuern eingenommen. Zum ersten Mal liegen die Gesamteinnahmen über 300 Milliarden Euro. Das ist sogar mehr als im gesamten Jahr 2024 eingenommen wurde, was zeigt, wie stark die Staatseinnahmen gewachsen sind.
Nach Angaben der spanischen Steuerbehörde sind die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 10 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum ist vor allem auf den starken Arbeitsmarkt zurückzuführen, mit mehr Beschäftigten und höheren Löhnen.
Die Einkommensteuer brachte bis November mehr als 133 Milliarden Euro ein. Das ist bereits jetzt höher als der Gesamtbetrag des Vorjahres. Da die Löhne gestiegen sind und es mehr Arbeitsplätze gibt, zahlt ein größerer Teil der Bevölkerung Steuern.
Auch die Mehrwertsteuereinnahmen sind deutlich gestiegen und liegen mittlerweile bei über 94 Milliarden Euro. Dies ist nicht nur auf höhere Preise zurückzuführen, sondern auch darauf, dass vorübergehende Mehrwertsteuersenkungen für Produkte wie Lebensmittel und Energie abgeschafft wurden.
Unternehmen leisteten ebenfalls einen größeren Beitrag. Die Körperschaftssteuer brachte fast 36 Milliarden Euro ein und wird voraussichtlich bis zum Jahresende über 40 Milliarden Euro liegen. Dieses Niveau wurde seit der Finanzkrise nicht mehr erreicht.
Zudem spielte die neue Steuerpolitik eine Rolle. Steuerliche Maßnahmen aus dem Jahr 2024 brachten zusammen mehr als 5 Milliarden Euro zusätzlich ein. Dazu gehört auch eine neue Steuer für Banken, die allein mehr als 1,4 Milliarden Euro einbrachte.
Dank dieser hohen Einnahmen konnte die Regierung zusätzliche Ausgaben tätigen, wie höhere Renten und Lohnerhöhungen für Beamte. Dies geschah trotz des Fehlens eines kürzlich verabschiedeten Haushaltsplans, was den finanziellen Spielraum der Regierung unterstreicht.
Quelle: Agenturen





